JAGD


Der Parson Russell Terrier ist aufgrund seiner jagdlichen Passion und seiner praktischen Größe ein sehr universell einsetzbarer Jagdhund. Unsere Hunde werden bei jeder Jagd – außer bei großen Feldtrieben – eingesetzt. Meine größten Leidenschaften sind die Raubwild- und Lockjagd, wie Sie auch den Fotos entnehmen können. Bei folgenden Jagdarten wird auf meine persönliche Jagdweise eingegangen.

 

  • Baujagd

Die Baujagd ist in unseren Breiten um einen großen Bereich interessanter geworden. Nicht nur Natur- und Kunstbauten werden bejagt, vor allem die Anzahl der Ästehaufen-Jagden sind aufgrund der Zunahme von Hackschnitzelheizungen stark gestiegen. Fast die Hälfte aller pro Jahr erlegten Füchse entfallen auf diese spannende Jagdart. Fallweise gelingt es auch – vor allem mit zwei Hunden im Einsatz  Marder aus den großen Behausungen zu sprengen. Bei den Baujagden wird klarerweise nur mit Sender gearbeitet, obwohl meistens ein Ausgraben der Hunde nicht notwendig ist, da unsere Terrier von der Arbeitsweise her eher „Flieger“ sind. Das bedeutet, dass nach geraumer Zeit ein anderer Weg gesucht wird, um das Raubwild zu sprengen. Durch diese Strategie steigt die Erfolgsquote und die Wahrscheinlichkeit von Blessuren ist geringer. Je nach Beschaffenheit des Baus ist manchmal ein Graben unausweichlich.

 

  • Lockjagd

In ständigem Einsatz ist Lia bei der Lockjagd auf Krähen und   leider zeitlich sehr eingeschränkten Jagd   auf Wildtauben. Natürlich wurden die Parsons nicht zum Apportieren von Federwild gezüchtet, doch ihre geringe Größe bringt Vorteile in einem eng bemessenen Tarnstand. Bei Training von klein auf sind auch sie verlässliche Jagdbegleiter bei der Lockjagd. Selbst die weiße Fellfarbe lässt sich mit einem Tarnpulli oder ähnlichem leicht tarnen.

  •   Treibjagden

Bei den herbstlichen Treibjagden auf Niederwild sind unsere Hunde immer dabei. Spur- und Sichtlaut verfolgen sie das Wild und leisten aufgrund ihres Spurwillens gute Arbeit. Selbiges gilt für die Riegeljagden auf Schwarzwild. Unsere Hunde arbeiten nicht nur in der Treibermeute sondern auch vom Stand weg. Je nach Trieb gehen sie auch weitere Wege – vor allem Lia – um das Wild aufzustöbern.

 

  • Schweißarbeit

Unsere Hunde werden auf Schweiß abgeführt und in erster Linie wird für die Anlagen- bzw. Vollgebrauchsprüfung trainiert. In meiner jagdlichen Praxis spielt diese Arbeit eher eine untergeordnete Rolle.